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	<title>Marketing-Kompakt.de &#187; Interview</title>
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	<description>Tipps und Tricks aus Marketing, Werbung und Medien</description>
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		<title>Corporate Twitter &#8211; Im Interview Anatol-Philipp Schade</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Sep 2009 07:14:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp W.</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute im Interview: Anatol-Philipp Schade, Inhaber der Agentur Schade die sich auf die Beratung und Betreuung von Mittelständische Unternehmen und Startups beim Online Marketing spezialisiert hat.
Marketing-Kompakt: Hallo Herr Schade, schön das Sie Zeit für ein Interview haben. Was versteckt sich eigenltich hinter dem Begriff &#8220;Corporate Twitter&#8221;?
Anatol-Philipp Schade: Der Begriff Corporate Twitter beschreibt den Einsatz von Twitter für [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute im Interview: Anatol-Philipp Schade, Inhaber der Agentur Schade die sich auf die Beratung und Betreuung von Mittelständische Unternehmen und Startups beim Online Marketing spezialisiert hat.</p>
<p><strong>Marketing-Kompakt:</strong> Hallo Herr Schade, schön das Sie Zeit für ein Interview haben. Was versteckt sich eigenltich hinter dem Begriff &#8220;Corporate Twitter&#8221;?</p>
<p><strong>Anatol-Philipp Schade:</strong> Der Begriff Corporate Twitter beschreibt den Einsatz von Twitter für Unternehmen. Twitter ist laut Wikipedia ein &#8220;&#8230;öffentlich einsehbares Tagebuch im Internet&#8230;&#8221;. Ein Corporate Twitter Account wird zumeist für die Kommunikation zwischen Unternehmen und Kunden eingesetzt, vermehrt aber auch zur Kommunikation innerhalb eines Unternehmens. Das berühmteste Beispiel ist hier wohl der Einsatz von Twitter durch das Wahlkampfteam von Barack Obama, welches via Twitter die Wahlhelfer auf dem laufenden Stand der Entwicklungen hielt.</p>
<p><span id="more-598"></span></p>
<p><strong>Marketing-Kompakt:</strong> Wie viel Potenzial sehen Sie im Twitter für Unternehmen und welche Unternehmen sollten auf jeden Fall dabei sein?</p>
<p><strong>Anatol-Philipp Schade:</strong> Im Prinzip kann sich jedes Unternehmen Twitter zum Vorteil machen. Twitter schöpft sein großes Potential aus der Möglichkeit der ungezwungenen gegenseitigen Kommunikation. Es ist eine ganz andere Art der Kundenkommunikation möglich, als dies über eine Pressemitteilung oder ähnliches der Fall sein würde. Als Unternehmen muss ich kein Callcenter betreiben, um mit den Kunden in Kontakt zu treten. Niemand verübelt es, wenn manche direkte Nachrichten sofort und andere mal erst einige Stunden später beantwortet werden.</p>
<p>Andererseits ist die Geschwindigkeit, mit welcher Nachrichten an die Empfänger gelangen, ein weiterer wichtiger Aspekt. Technisch gesehen ist Twitter zwar nicht schneller beim Rezipienten als ein Newsletter oder Blogbeitrag, durch die Kürze einer Twitternachricht, nämlich lediglich 140 Zeichen, wird sie in der Regel jedoch schneller verfasst und ist somit aktueller.</p>
<p><strong>Marketing-Kompakt:</strong> Was kostet so ein &#8220;Corporate Twitter&#8221; und wie viel Zeit muss ein Unternehmer investieren?</p>
<p><strong>Anatol-Philipp Schade: </strong>Einen Account bei Twitter anzulegen, ist kostenlos und auch für Techniklaien durchaus machbar. Die Schwierigkeit und Zeitintensität liegt jedoch darin, für seine Zielgruppe interessant zu kommunizieren. Man sollte sich, wenn man Twitter für das eigene Unternehmen ausprobiert, auch den Herausforderungen des Kundendialoges stellen und nicht auf eine lediglich eindimensionale Beschallung setzen. Hiermit meine ich die Vielzahl der twitternden Unternehmen, welche ausschließlich automatisiert ihren Blogfeed oder ihr Pressemeldungen senden. Diese haben Twitter weder verstanden, noch werden sie das angesprochene Potential für sich nutzen können.</p>
<p><strong>Marketing-Kompakt:</strong> Ist Twitter eine Hype ähnlich wie Second Live? Oder ist es ein Kommunikationsmittel das sich in der Zukunft fest etablieren wird?</p>
<p><strong>Anatol-Philipp Schade:</strong> Second Live war schon immer so langweilig, dass es sich kaum lohnt immer noch darüber zu sprechen. Ein grafisch schlecht umgesetztes Spielchen für oftmals gelangweilte Menschen, einige Freaks und natürlich ein zeitweilig sehr lukratives Geschäft für Agenturen. Wer einmal im Second Life war, hatte genug davon. Wer jedoch einmal angefangen hat zu twittern, kommt meist so schnell nicht mehr los. Ja, vermutlich ist es ein Hype im positiven Sinne. Viele nutzen Twitter, noch mehr sprechen oder berichten darüber, was Twitter immer mehr Nutzer und oft auch dauerhafte Nutzer bzw. Leser beschert. Wenn man bedenkt, dass schon nach kurzer Zeit Millionen Menschen twittern, sehe ich Twitter durchaus als einen Kommunikationskanal, den man sich bei aller Skepsis zumindest einmal näher anschauen sollte.</p>
<p><strong>Marketing-Kompakt:</strong> Vielen Dank für das Interview zum Thema Corporate Twitter.</p>
<p>Mehr Infos über <strong>Anatol-Philipp Schade</strong> finden Sie <a href="http://www.agentur-schade.de" target="_blank"><strong>hier</strong></a><strong>.</strong></p>
<a href="http://www.facebook.com/share.php?u=http%3A%2F%2Fwww.marketing-kompakt.de%2Fcorporate-twitter&amp;t=Corporate%20Twitter%20-%20Im%20Interview%20Anatol-Philipp%20Schade" id="facebook_share_button_598" style="font-size:11px; line-height:13px; font-family:'lucida grande',tahoma,verdana,arial,sans-serif; text-decoration:none; display: -moz-inline-block; display:inline-block; padding:1px 20px 0 5px; margin: 5px 0; height:15px; border:1px solid #d8dfea; color: #3B5998; background: #fff url(http://b.static.ak.fbcdn.net/images/share/facebook_share_icon.gif) no-repeat top right;">Share</a>
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		<title>Datenschutznovelle 01.09.2009</title>
		<link>http://www.marketing-kompakt.de/datenschutznovelle-01-09-2009</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 13:39:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp W.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[01.09.2009]]></category>
		<category><![CDATA[BDSG]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesdatenschutzgesetz]]></category>
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		<category><![CDATA[Datenschutznovelle]]></category>
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		<category><![CDATA[Marc Quandel]]></category>
		<category><![CDATA[Medienanwalt]]></category>
		<category><![CDATA[Novellen I]]></category>
		<category><![CDATA[Opt-In]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsanwalt]]></category>
		<category><![CDATA[Werbeanruf]]></category>
		<category><![CDATA[§ 42a BDSG]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Interview Rechtsanwalt Marc Quandel zur neuen Datenschutznovelle
Ab dem 01.09.2009 hat sich das Datenschutzthema weiter verschärft. Ab jetzt dürfen personenbezogene Daten nur mit Einverständnis der betroffenen Person zu Zwecken der Werbung und des Adresshandels weitergegeben werden.Call-Center dürfen Privatpersonen auch nicht mehr einfach anrufen. Der Werbeanruf ist ab sofort nur noch erlaubt, wenn die betroffene Person [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="color: #800000;">Im Interview Rechtsanwalt Marc Quandel zur neuen Datenschutznovelle</span></strong></p>
<p>Ab dem <strong>01.09.2009</strong> hat sich das Datenschutzthema weiter verschärft. Ab jetzt dürfen personenbezogene Daten nur mit Einverständnis der betroffenen Person zu Zwecken der Werbung und des Adresshandels weitergegeben werden.Call-Center dürfen Privatpersonen auch nicht mehr einfach anrufen. Der Werbeanruf ist ab sofort nur noch erlaubt, wenn die betroffene Person ausdrücklich Ihr Einverständnis gegeben hat. Außerdem ist es den Call-Centern nicht mehr gestattet die Rufnummer zu unterdrücken.</p>
<p>Heute im Interview: <a href="http://www.RA-Quandel.de" target="_blank">Rechtsanwalt Marc Quandel</a> was sich alles geändert hat und was Sie als Marketer beachten sollten:</p>
<p><span id="more-547"></span></p>
<p><strong>Marketing-Kompakt:</strong> Guten Tag Herr Quandel, schön das Sie sich Zeit für ein Interview genommen haben. Was sind die größten Änderungen rund um das Thema Datenschutz?</p>
<p><strong>Rechtsanwalt Marc Quandel:</strong> Sehr gerne nehme ich mir Zeit für das Thema Datenschutz, das seit einigen Monaten für brisante Schlagzeilen gesorgt hat.</p>
<p>Die verschiedenen Neuerungen im Datenschutzrecht, die der Gesetzgeber mit den sog. Novellen I (1.7.2009) und II (1.9.2009) in Kraft gesetzt hat, bringen erhebliche Veränderungen mit sich. Für das Marketing sind die Änderungen zur Zulässigkeit personalisierter Werbung in § 28 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) von besonderer Bedeutung, aber auch das Kopplungsverbot und die Informationspflicht bei Datenpannen.</p>
<p><strong>Marketing-Kompakt:</strong> Was müssen Firmen konkret beachten um keine Fehler zu machen, die evtl. eine Abmahnung oder Strafe zur Folge hätten:</p>
<p><strong>Rechtsanwalt Marc Quandel:</strong> Derzeit müssen Firmen besonders die Änderungen bei der personalisierten Werbung beachten. So gilt ab dem 1.9.2009 grundsätzlich das Modell des Opt-In. Das bedeutet, dass der Betroffene ab sofort der Datennutzung zum Zwecke der Werbung im Vorfeld zugestimmt haben muss. Diese Zustimmung muss bestimmte gesetzliche Anforderungen erfüllen, um wirksam zu sein; diese unterscheiden sich u.a. nach der Form der Werbung. Keine Regel ohne Ausnahme: Die Datennutzung zum Zwecke der personalisierten Werbung an eigene Kunden, sowie bei Geschäfts- und Spenden-Werbung bleibt erlaubt (§ 28 Abs. 3a BDSG).</p>
<p>Das sog. Listenprivileg, also die Werbung ohne Einwilligung des Betroffenen aufgrund seiner Zugehörigkeit zu einer bestimmten Personengruppe, wurde eingeschränkt beibehalten. Für die Werbung (nicht den Adresshandel) gilt das Prinzip nur weiter, wenn personalisierte Werbung an eigene Kunden verschickt wird, als auch bei Geschäftswerbung und Spenden-Werbung (§ 28 Abs. 3 BDSG).</p>
<p>Außerdem ist das Kopplungsverbot in § 28 Abs. 3b BDSG neu geregelt, das verhindert, dass der Abschluss von Verträgen von der Weitergabe der personenbezogenen Daten der Kunden abhängig gemacht wird. Somit darf diese vertragliche Bedingung auch nicht mehr im Kleingedruckten (AGB) stehen.</p>
<p>Nach meinen Erfahrungen ist die Gefahr der Abmahnungen wegen möglicher Datenschutzverletzung durch den Wettbewerb eher wahrscheinlich als eine Geldbuße durch eine Datenschutzbehörde. Je nach Geschäftsbereich kann ich mir eine wettbewerbsrechtliche Relevanz dieser Verletzungen durchaus vorstellen, die zu Abmahnungen berechtigen. In allen unternehmerischen Bereichen gilt der Grundsatz: Wissen schützt vor Abmahnungen!</p>
<p><strong>Marketing-Kompakt:</strong> Denken Sie, dass die neue Gesetzeslage gerechtfertigt ist?</p>
<p><strong>Rechtsanwalt Marc Quandel:</strong> Berücksichtigt man den teilweise achtlosen Umgang mit personenbezogenen Daten ist die Gesetzeslage sicherlich gerechtfertigt. Es ist natürlich auch ein politisches Ziel, das europaweit verfolgt wird und damit nicht einfach vernachlässigt werden sollte.</p>
<p>Es wird für Unternehmen immer wichtiger sich um das Thema Datenschutz zu kümmern, denn der sorgfältige Umgang mit dem Kunden und seinen Daten wird immer mehr zum Vorteil der eigenen Firma werden. Das wird u.a. dadurch deutlich, dass die Unternehmen die Öffentlichkeit und die Aufsichtsbehörden bei Datenpannen nach Â§ 42a BDSG informieren müssen. Hier ist vorsorgliche Beratung und Betreuung im Datenschutzrecht einfacher und günstiger als umfangreiche Pressearbeit im &#8220;Notfall&#8221;.</p>
<p><strong>Marketing-Kompakt:</strong> Was kommt als nächstes? Gibt es schon bald wieder eine Änderung?</p>
<p><strong>Rechtsanwalt Marc Quandel:</strong> Bereits im kommenden Jahr, nämlich ab dem 1.4.2010, wird eine Verbraucherkreditrichtlinie der EU weitere Neuerungen als sog. Novelle III bringen, die weitere Transparenz im Umgang mit Daten erforderlich machen.</p>
<p><strong>Marketing-Kompakt:</strong> Vielen Dank für das Interview.</p>
<p>Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung. Hier können Sie Herrn Quandel erreichen:</p>
<table border="0">
<tbody>
<tr>
<td><img class="alignleft size-medium wp-image-549" title="marc_quandel" src="http://www.marketing-kompakt.de/wp-content/dateien/marc_quandel.jpg" alt="" width="140" height="185" /></td>
<td> </td>
<td><strong>KANZLEI Quandel</strong><br />
Rechtsanwalt Marc Quandel<br />
Breite Straße 69<br />
41460 Neuss</p>
<p>Tel. &amp; Fax. 0700 &#8211; 727 826 335</p>
<p><a href="mailto:Kontakt@RA-Quandel.de">Kontakt@RA-Quandel.de</a></p>
<p><a href="http://www.RA-Quandel.de" target="_blank">www.RA-Quandel.de</a><br />
<a href="http://www.Medienanwalt.tel" target="_blank">www.Medienanwalt.tel</a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Mehr zum Thema und der vergangenen Datenschutznovelle lesen Sie hier: <a href="http://hemartin.blogspot.com/2009/07/datenschutznovelle-geschenkte-zeit.html" target="_blank">Hugo E. Martin</a>, <a href="http://netzpolitik.org/2009/datenschutznovelle-spd-faellt-mal-wieder-um/" target="_blank">Netzpolitik</a> und <a href="http://carta.info/14427/rechtsfragen-der-informationsgesellschaft-datenschutznovelle-wertersatz-versteckte-kameras/" target="_blank">Carta</a></p>
<a href="http://www.facebook.com/share.php?u=http%3A%2F%2Fwww.marketing-kompakt.de%2Fdatenschutznovelle-01-09-2009&amp;t=Datenschutznovelle%2001.09.2009" id="facebook_share_button_547" style="font-size:11px; line-height:13px; font-family:'lucida grande',tahoma,verdana,arial,sans-serif; text-decoration:none; display: -moz-inline-block; display:inline-block; padding:1px 20px 0 5px; margin: 5px 0; height:15px; border:1px solid #d8dfea; color: #3B5998; background: #fff url(http://b.static.ak.fbcdn.net/images/share/facebook_share_icon.gif) no-repeat top right;">Share</a>
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	}
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		<title>Im Interview mit Rolf Buchholz: Marken im Härtetest</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 08:43:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp W.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Marktforschung]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Konsumentenverhalten hat sich mit der globale Wirtschaftskrise in Deutschland verändert. Das Marktforschungsunternehmens DATAMONITOR hat hierzu eine neue Studie erstellt. Diese dokumentiert ernüchternd und nachvollziehbar zugleich, wie etablierte Marken unter Druck geraten.
Die Unternehmensberatung KEY VALUES GmbH, spezialisiert auf Innovations- und Geschäftsentwicklung, hat die Ergebnisse und Auswirkungen näher analysiert.

Heute im Interview: Geschäftsführer Rolf Buchholz über die [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p>Das <strong>Konsumentenverhalten</strong> hat sich mit der globale Wirtschaftskrise in Deutschland verändert. Das Marktforschungsunternehmens DATAMONITOR hat hierzu eine neue Studie erstellt. Diese dokumentiert ernüchternd und nachvollziehbar zugleich, wie etablierte Marken unter Druck geraten.</p>
<p>Die Unternehmensberatung KEY VALUES GmbH, spezialisiert auf Innovations- und Geschäftsentwicklung, hat die Ergebnisse und Auswirkungen näher analysiert.</p>
<p><span id="more-543"></span></p>
<p><strong>Heute im Interview:</strong> Geschäftsführer Rolf Buchholz über die aktuelle Situation der Konsumgütermarken und die Konsequenzen der Krise:</p>
<blockquote><p>Marketing-Kompakt: â€žHerr Buchholz, was hat sich denn bei den Deutschen in den letzten Monaten verändert?&#8221;</p>
<p>Rolf Buchholz: â€žWir können die Veränderungen beim Verbraucher auf 4 wesentliche Erkenntnisse zusammenfassen, die alle nicht weiter überraschend sind: weniger Kaufkraft und Kaufbereitschaft, zunehmend schlechte Stimmung, flexibles Einkaufsverhalten und sinkende Markenloyalität.<br />
Die Rezession hat innerhalb der letzten 6 Monate immerhin bei drei von vier Konsumenten zu einem veränderten Lebensstil geführt. Die finanzielle Situation hat sich bei 39 Prozent der Deutschen Haushalte erheblich verschlechtert. Das heißt: mehr als ein Drittel der Verbraucher sind sparsamer und/oder haben ihr Einkaufsverhalten verändert. Ursachen sind Unsicherheit, Sparmassnahmen aus Vorsicht, aber auch mangelnde Liquidität.&#8221;</p>
<p>â€žWie äußert sich das konkret im Verbraucherverhalten?&#8221;</p>
<p>Rolf Buchholz: â€žBei der starken Discounter-Präsenz in Deutschland, werden Lebensmittel heute preisbewusster eingekauft. Nach den Franzosen sind die Deutschen die preisbewußtesten Kun-den in Europa. Gewonnen haben Handelsmarken, zu Lasten etablierterBrands. Immerhin 41 Prozent der Konsumenten verzichten neuerdings auf ihre geliebten Marken, um Geld zu sparen. Handelsmarken hingegen haben gerade in schlechten Zeiten Konjunktur. 54 Prozent der Deutschen Konsumenten kaufen regelmäßig Private Label-Produkte, deutlich mehr als im globalen Durchschnitt, der liegt bei 36 Prozent.&#8221;</p>
<p>â€žKlingt plausibel, positiv für den Handel, wenngleich alarmierend für die Markenartikel-Hersteller.&#8221;</p>
<p>Rolf Buchholz: â€žDas stimmt nicht ganz. Auch der Handel hat durch den permanent ruinösen Preiswettbewerb an Marge verloren, wenngleich die Handelsmarken besser laufen und hier höhere Margen erzielt werden können.&#8221;</p>
<p>â€žIst die Tendenz zu Handelsmarken denn wettbewerbs-, oder rezessions-bedingt?&#8221;</p>
<p>Rolf Buchholz: â€žBeides. Der Wettbewerb hat sich in den letzten Jahren verstärkt, aber die Rezession begünstigt zudem eindeutig die Handelsmarken.&#8221;</p>
<p>â€žWarum reagieren die Verbraucher plötzlich so?&#8221;</p>
<p>Rolf Buchholz: â€žNeben der angespannten Finanzsituation kommt etwas hinzu, was viele unterschätzen. Das Stressniveau der Konsumenten hat im letzten Halbjahr um stattliche 39 Prozent zugenommen, 34 Prozent beschreiben sich sogar als unglücklicher als noch vor 6 Monaten. Finanzielle Einbussen und die Angst um den Arbeitsplatz gehen nicht spurlos an den Menschen vorüber.&#8221;</p>
<p>â€žWas bedeutet dieser Wandel für Handel und Industrie?&#8221;</p>
<p>Rolf Buchholz: â€žWenn die Rezession zur Depression wird, Stress zunimmt und Wohlgefühl abnimmt, lassen sich Konsumenten weniger von neuen Angeboten oder neuen Warenwelten inspirieren. Für die Bemühungen all derjenigen, die gerade jetzt ihren Abverkauf forcieren wollen und müssen &#8211; für Händler und Hersteller gleichermaßen &#8211; ist dies ein Teufelskreislauf.&#8221;</p>
<p>â€žWas können denn speziell die Marken-Verantwortlichen tun, um die<br />
bisherige Gunst Ihrer Kunden zurückzugewinnen und aus dem Kreislauf auszubrechen? Was raten Sie den Unternehmen?&#8221;</p>
<p>Rolf Buchholz: â€žOperative Kreativität ist gefragt. Die Kunden wollen da abgeholt werden, wo sie stehen und suchen nach Orientierung. In England hat das Handelsunternehmen Sainsbury bereits im letzten Jahr mit seiner Aktion â€žFeed your Family for a Fiver&#8221; eine beachtliche Aufmerksamkeit und Sympathie dadurch gewonnen, dass es Angebot und Ansprache an der wirtschaftlichen Krisensituation ausrichtete. Das passte nicht nur gut in den Zeitgeist und schafft Vertrauen, sondern kam vor allem bei den Kunden gut an.&#8221;</p>
<p>â€žJa, da haben wir in Deutschland vielleicht noch Innovationspotential und auch -bedarf. Was hat sich denn noch verändert, abgesehen davon, dass mehr Private Label und weniger Marken gekauft werden?&#8221;</p>
<p>Rolf Buchholz: â€žDass Vertrauen der Deutschen hat momentan einen Tiefststand erreicht. Viele sehen sich in finanzieller Unsicherheit oder sogar Notlage. 26 Prozent geben an, Schwierigkeiten zu haben, ihre Rechnungen am Ende des Monats bezahlen zu können.&#8221;</p>
<p>â€žSehen die Aussichten besser aus und was, wenn die Krise entgegen<br />
aktueller Prognosen noch anhält?&#8221;</p>
<p>Rolf Buchholz: â€žAussitzen ist keine Lösung. Wer auf bessere Zeiten wartet hat eigentlich schon die Opfer-Rolle eingenommen. Wir müssen endlich wieder eine Aufbruchstimmung gestalten, das geschieht nicht von alleine. Unternehmen könnten mehr auf die Kreativität Ihrer Mitarbeiter bauen, geordnete Freiräume für mehr Unternehmertum und Innovationskraft schaffen. Wichtig erscheint mir auch, den Bedarf besser zu adressieren, indem beispielsweise Consumer-Insights aktuell generiert und besser adressiert werden. Die Marken müssen gerade jetzt emotional näher an die Kunden gebunden werden. Wenn die Rahmenbedingungen sich verändern, müssen sich die Unternehmen anpassen und neue Wege testen, erfolgreiches konsequent umzusetzen. Dazu gehört mit alten Regeln zu brechen und das Essentielle neu zu<br />
durchdenken. Aber eines ist auch klar: alle können nicht gewinnen.&#8221;</p>
<p>â€žIst nicht davon auszugehen, dass die Menschen nach der Wirtschaftskrise wieder zu Ihren Marken zurückkehren?&#8221;</p>
<p>Rolf Buchholz: â€žEnde offen. Die Verbraucher machen durch die Krise mehr Erfahrungen mit Private Labels. Am Ende haben sich Markenvorteile unter Umständen nivelliert. So sehen heute schon 78 Prozent der Befragten bei Lebensmitteln Marken und Handelsmarken als identisch und nicht differenzierend an bzw. bescheinigen Handelsmarken sogar, hochwertiger zu sein.<br />
Wir gehen davon aus, dass es nach der Krise erhöhter Werbeaufwendungen bedarf, um die Abtrünnigen zurückzugewinnen. Soweit sollte es die Markenartikelindustrie nicht kommen lassen. Sainsbury ist nur ein Beispiel, wie der Krise kreativ begegnet werden kann. Daneben gibt es zahlreiche Hebel, die noch gestellt werden können.&#8221;</p></blockquote>
<p><a href="http://www.marketing-kompakt.de/wp-content/dateien/key-values.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-544" title="key-values" src="http://www.marketing-kompakt.de/wp-content/dateien/key-values.jpg" alt="" width="500" height="370" /></a><a href="http://www.marketing-kompakt.de/wp-content/dateien/key-values.jpg"></a></p>
<p>Quelle: Datamonitor Consumer Survey, April 2009</p>
<p>Mehr Informationen über die KEY VALUES GmbH finden Sie unter <a href="http://www.key-values.de" target="_blank">www.key-values.de</a></p>
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